Was ist bei Arbeitsunfähigkeit zu tun?

Rechte und Pflichten bei Arbeitsunfähigkeit

Was sollte ein Arbeitnehmer tun, wenn er aufgrund einer plötzlich auftretenden Krankheit oder wegen einem Arbeitsunfall beziehungsweise eines Unfalls während der Freizeit arbeitsunfähig werden sollte?

Ein spezialisierter Anwalt für Arbeitsrecht rät zu folgendem Verhalten bei Krankheit oder Unfall.

Für ein korrektes Verhalten sind folgende Massnahmen wichtig:

Bei Arbeitsabsenz muss man sich als erstes umgehend bei seinem Vorgesetzten melden. Meist sind gesundheitliche Gründe für die Absenz verantwortlich. In den meisten Unternehmen gibt es ein Betriebsreglement. Informieren Sie sich über die internen Vorschriften bezüglich des verlangten Vorgehen. Im Betriebs- oder Unternehmensreglement sollten Sie die notwendigen Information vorfinden.

In Schweizer Unternehmen ist es üblich, dass ab dem dritten Krankheits- oder Unfalltag ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden muss. Den ärztlichen Diagnosebefund ist dem Arbeitnehmer nicht zwingend bekanntzugeben. Es gibt keine Pflicht während der Krankschreibung zuhause im Bett zu bleiben. Es kann sogar sein, dass Spaziergänge oder Ferien mit der Zustimmung ihres Arztes notwendig oder sinnvoll sind. Der Fokus sollte aber klar auf die Wiedergenesung des Krankgeschriebenen liegen. Der verantwortliche Arzt entscheidet auch, ob die krankgeschriebene Person komplett arbeitsunfähig ist, dass heisst, dass man dann zu keinerlei Tätigkeiten im oder ausserhalb des Unternehmens herangezogen werden darf. Die Ruhe für den Patienten steht für eine Gesundung in diesen Fällen an erster Stelle. Wenn dies notwendig ist, sollte im Arztzeugnis diese Ruhe ausdrücklich verfügt werden. Eine Arztzeugnis mit teilweiser Arbeitsunfähigkeit bedarf lauf unserer Rechtsexperten eine genauen schriftlichen Präzisierung dieser Arbeitsunfähigkeit. Wie aber steht es bei Krankheit oder Unfall mit dem Lohnanspruch?

Lohnanspruch während Krankheit oder Unfall

Als Arbeitnehmer hat man auf jeden Fall während einer bestimmten Zeit einen Lohnanspruch. Die Frage, ob ein selbst- oder fremdverschuldeter Unfall beziehungsweise eine Krankheit für das Fehlen in der Arbeit verantwortlich war ist unwesentlich. Bei einer langwierigen Arbeitsunfähigkeit werden oft betriebsinterne Hilfspersonen herangezogen, welche die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Krankgeschriebenen sicherstellen sollen. Ausserdem wird in der Regel die Invalidenversicherung informiert. In der schwierigen Zeit der Krankheit oder des Unfalls gilt ein besonderer Kündigungsschutz.

Der Kündigungsschutz

Während der Zeit der Krankheit oder des Unfalls, d.h. in der Phase des Kündigungsschutz darf der Arbeitgeber seine Angestellten nicht kündigen. Einerseits gilt dieser Kündigungsschutz wenn die Krankgeschriebenen vollständig, anderseits gilt dieser auch wenn diese nur teilweise arbeitsunfähig sind. Es gelten hierfür Kündigungssperrfristen. Es ist also festzuhalten, dass Arbeitgeber während der Kündigungssperrfrist keine Möglichkeit für eine rechtmässige Kündigung haben, ein Angestellter hingegen kann jederzeit kündigen. Befindet sich ein Arbeitnehmer in bereits gekündigtem Arbeitsverhältnis, führt die Arbeitsunfähigkeit zu einer Verlängerung der Kündigungsfrist. Dies gilt aber nur, wenn der Arbeitgeber die Kündigung ausgesprochen hat.

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